dOCUMENTA (13) – EINE KUNSTAUSSTELLUNG IN KASSEL

Baustelle – Nachbearbeitung des dOKUMENTA-Besuchs

Tag 1

Annäherung

Noch bevor man überhaupt die Eintrittskarte gekauft hat, ist einem vermutlich der „Mann im Kirchturm“ aufgefallen.  Im falschen Moment in die Luft geschaut und schon fällt man über die Zeltschnur, daran ein Zelt, drumrum ein wilder Campingplatz, „Occupy Kassel“, unmittelbar vor’m Fridericianum, dem Hauptausstellungsort der dOCUMENTA (13). Eines gehört zur dOKUMENTA, das andere nicht, rate welches.

Die Bilder sind mit Links unterlegt, die die Antwort verraten.

 

Karlsaue

Sehr schöne Idee, die Kunst zum Teil in den Park zu verlegen. Skulpturen, Soundinstallationen und Hütten über die ganze Karlsaue verteilt erlauben zwischen den Kunst“stücken“ etwas Luft zu holen und den Kopf für das nächste Exponat frei zu bekommen. Oder über das gesehene, erlebte nachzudenken. Zumindest wenn das Wetter so gut ist, wie es während der zwei Vormittage war, die ich mich dort herumgetrieben habe.

N° 133 – Giuseppe Penone – Idee di pietra  (vorne)
N° 90 – Robin Kahn & The National Union of Women from Western Sahara (hinten)

 

N° 176 – Rosemarie Trockel –  TEA PARTY PAVILLON

 

N° 174 – Julieta Aranda / Anton Vidokle – Time/Bank

 

N° 53 – Sam Durant – Gallaws Composite  (im Hintergrund)

Fridericianum

 

N° 67 – Ryan Gander – I need some meaning I can memorize

 

Tag 2

Karlsaue

 

N° 107 Anna Maria Maiolino – HERE & THERE

N° 127 – Shinro Ohtake – MON CHERI: A Self-Portrait as a Scrapped Shed

Mein absoluter Favorit …

dOCUMENTA-Halle

 

N° 3 – Etel Adnan

 

N° 108 -Nalini Malani – In search of vanished blood

Ottoneum – Die grüne dOCUMENTA

 

N° 172 – Aase Texmon Rygh

Neue Galerie

 

Orangerie

 

N° 193 – Konrad Zuse

Brüder-Grimm-Museum

Ich bin dann mal zur Documenta

Anreise abends per Mitfahrgelegenheit. Aufschlag bei der Lieblingstochter, der Mitwohngelegenheit, gegen 21.30 Uhr.

1977 war ich schon’mal in Kassel zur Documenta und in meinem Fotoalbum klebt noch immer der documenta-pass.

Damals wurde dieses Model des Künstlerkollektivs Haus-Rucker-Co umgesetzt.

Und der Rahmenbau (so der Titel der Skulptur) steht heute noch.

Commons sind stets von Einhegung bedroht

Commons begegnen dreierlei Herausforderungen: Da sind zunächst Bedrohungen, die sich direkt gegen die Gemeinressourcen richten; dann gibt es solche, die indirekt wirken, indem sie die Gemeinschaften korrumpieren, und schließlich gibt es destruktive Prozesse, die das gemeinschaftliche Handeln, also das »Commoning« selbst, unterbinden.

Hervé Le Crosnier

Keimform.de entwickelt sich zur ständigen Lektüre von mir. Die Beschäftigung mit Gemeingütern mag im ersten Moment ziemlich abstrakt daher kommen, aber letztlich ist Vieles davon sehr konkret auf unsere kleine Gemein(besitz-Pflegegemein)schaft zu übertragen. Später mehr davon, „commoning“ ist gerade wichtiger.