Klar, dass ich das auch ausprobieren musste und mir vom Bildgenerator meines Vertrauens eine g.-Action-Figur generieren ließ. Geschehen ist das schon im letzten Jahr – also zu dem Zeitpunkt, als das gefühlt jeder tat – und war mir definitiv keine Veröffentlichung wert. Aber gerade fällt mir nichts anderes ein und so trage ich heute der Einfallslosigkeit geschuldet zu Eurer täglichen Dosis AI-Slop bei.
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Die letzten Tage war ich viel, viel, viel zu sehr in den (a)sozialen Medien unterwegs. Nicht genug damit, ich war unterwegs in wirklich schwierigem Terrain, dem Grönland- und Zollsumpf. Nun werde ich auch deswegen nicht beginnen, hier Weltpolitik zu kommentieren, sondern wie immer versuchen, nah bei mir zu bleiben.
Kurz gesagt: mir tut das nicht gut. In einer durch den Klimawandel ohnehin angespannten Weltlage beginnen einzelne Akteure am Rad zu drehen und das jeweilige Umfeld bekommt sie nicht eingefangen. Schwierig genug, wenn der Nachbarsjunge zündelt oder die demente Oma in Unterwäsche den Hausflur wischt, alles schon erlebt. Was bisher in meiner Welt nicht vorkam, ist ein zündelnder und dementer amerikanischer Präsident. das macht mir Angst.
Und diese Angst ist keine abstrakte, sondern eine, die bis in die aktuelle Gefühlslage hineinwirkt. Vermutlich bin ich damit nicht alleine, auch wenn mensch jeweils anders darauf reagieren mag. Bei mir verstärkt diese Angst depressive Tendenzen, andere werden vielleicht agressiver oder ziehen sich mehr zurück. Egal was die Beschäftigung mit der Weltlage mit uns macht, im Ergebnis macht sie uns alle krank (oder etwas weniger gesund).
Manche haben sich deshalb schon von allem Nachrichtenkonsum zurückgezogen, auch ich habe das schon zweimal versucht (während Zeiten, die im Rückblick als entspannt zu bezeichnen sind). Ich bin unsicher, ob Nachrichtenvermeidung wirklich eine gute Lösung ist, ganz sicher ist es keine allgemeingültige. Aber: ich glaube, mir könnte das gerade gut tun.
25280 – Komorebi
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An den meisten Tagen setze ich mich gegen zehn Uhr abends hin und überlege, was ich Euch als kleines Lebenszeichen präsentiere. Heute bin ich deutlich früher, denn um zehn werde ich nicht zuhause sein, sondern ehrenamtlich hinter der Theke des Nachtlichts.
Was für sich genommen schon ein beachtlicher Schritt in die richtige Richtung ist. Nimmt mensch hinzu, dass ich heute schon den Müll herausgebracht habe und vor dem Ehrenamt noch einige Zeit mit C. in einer noch zu bestimmenen Gastronomie sein werde, fühlt sich der heutige Tag fast schon so an, als würde ich auf irgendeine Weise noch am Leben teilnehmen.
Wie war doch noch der Slogan von Manufaktum: Es gibt sie noch, die guten Dinge. Auch das mal festhalten.


