Creative Commons – kreative Gemeingüter

DRadio Wissen stellt die Wissensnachrichten unter die Creative-Commons-Lizenz. Es ist gestattet, diese Nachrichten zu nichtkommerziellen Zwecken ohne Änderungen und unter Nennung des Urhebers weiterzuverbreiten. Dazu gehört auch die Einbindung in eigene Web-Seiten.

So beschreibt DRadio das Angebot. Warum das mir eine Meldung wert ist? Weil man als Blogger ständig auf die Urheberrechte achten muss und  das manchmal ziemlich nervt. Dank Creative Commons gibt es immer mehr Kreative, die lieber bekannt als unbekannt kein Geld verdienen wollen und deshalb ihre Werke zur Veröffentlichung bereitstellen, wenn nur ihr Name genannt wird und die Sache nicht kommerziell verwertet wird. Die Mutigeren der Künstler erlauben sogar das und verdienen gegen jede Erwartung Geld damit.

Eines der Pressefotos

Nina Paley ist ein gutes Beispiel dafür, sie hat ihren wirklich sehenswerten Film „Sita sings the blues“ auch zur kommerziellen Verwertung freigegeben und verdient seitdem immer mal wieder ein paar Dollar damit. So im fünfstelligen Bereich! Das hat sie so sehr von der Idee überzeugt, dass sie seitdem als Aktivistin für Creative Commons unterwegs ist.

Ähm, zurück zu mir. Ich finde es einfach gut, wenn ich Bilder, Comics, Nachrichten oder Musik verwenden kann, ohne mir Gedanken darüber machen zu müssen, ob der jeweilige Kreative das als Werbung für sein schaffen auffasst oder glaubt, ich will damit dick Kohle machen. Kohle, die eigentlich ihm zustünde. Und mich deswegen abmahnt. Creative Commons, machen es etwas leichter auch im Hobbybereich ansprechende Inhalte zu produzieren. Gut so. Ende.

Der lernt das nie. Doch, tut er!

Mein Blog kann jetzt durch brennende Reifen springen! Naja, nicht ganz. Aber was er gelernt hat, ist fast so gut. Oder fast so gut wie fast so gut. Zumindest nicht schlecht. Wenn man es mag.

Nehmt mal an, ich finde via Twitter einen Tweet, der ich Euch unbedingt zeigen möchte. Kann ich jetzt mit fast keinem Aufwand. Und sämtliche Links in dem Tweet funktionieren. Damit das deutlicher wird, die von mir verehrte Sybille Berg lässt die Welt mit folgendem Tweet an ihrem Leben Teil haben:

[Immer noch ich, hier gibt´s nämlich nichts mehr zu sehen. Gelöscht. Müsst Ihr mir einfach glauben, dass hier mal ein Tweet stand]

Habt ihr den Link probiert? Ist ja auch egal. Und zugegeben, das Layout der Tweets hat es zerrissen. Nicht schön, da hätte ich einen besseren Beispiel-Tweet suchen und finden müssen. Nochmal egal.

Sie teilt mit mir, ich teile mit Euch, das zählt.

Update (12.11.2010): Ich kann den zerissenen Tweet nicht einfach so stehen lassen. Ein „schöner“ Tweet könnte so aussehen:

[Ihr habt mir einmal geglaubt, dann könnt Ihr´s auch zweimal tun.]

Update (15.6.2020): Zehn Jahre später ist das Ganze endlich auch bei mir lauffähig. Nicht mit dem Plugin, dessen Werde- und Sterbegang hier kurz beschrieben ist; das nämlich verursacht einen Fehler, seit WordPress die Fähigkeit Tweets einzubetten intergriert hat. Also vor zehn Jahren.  Ich hab´s heute dann mal korrigiert. Nun also WordPress-höchstselbst:

Es gibt …

… eine gute und eine schlechte Nachricht.

Die gute Nachricht: Ich habe seit heute Internet via Prepaid-Webstick im Wagen (Dank dem Discounter meines Vertrauens). Jetzt kann ich Euch spontan zutexten, vieles geht ja verloren, einfach weil ich vor der Veröffentlichung zu lange drüber nachdenke.

Die schlechte Nachricht: Unter Ubuntu-Linux sind die verbindungstechnischen Details weniger elegant oder gar nicht gelöst. Verbinden geht, prima. Guthaben nachladen ist möglich, mir aber bisher noch nicht gelungen (die Software heißt gammo und im Moment scheitere ich an der Port-Angabe in der Konfiguration – oder an der Verbindungsart – oder daran, daß ich nicht den X-Stick verwende, für den die Anleitungen geschrieben sind, sondern einen geliehenen zum Testen – oder, oder, oder, Maaaaann!

Drei Gedanken

Ein Gedanke pro Beitrag ist genug! Zwei Gedanken lassen sich noch vertreten, sofern sie miteinander zu tun haben. Drei Gedanken setzen schon einen positiv vorgestimmten Leser voraus, der auch dort noch Sinn sucht, wo er schwer zu finden ist.

Manchmal gibt es nichts zu berichten, dann wird nicht berichtet. Manchmal gibt es zu viel zu berichten, dann wird auch nicht berichtet. Weil: zu viele Gedanken und Auswahl zu schwierig.

Aus aktuellem Anlass: Besser gar nicht erst anfangen, wenn man nicht weiß, wo es hingehen soll. Oder schnell aufhören.

Wo bitte geht’s zum Blog?

Lieber A.,

(…)

Vermutlich bist Du der einzige regelmäßige Leser des Blogs. Umso schlimmer, dass ich Dich Mitte November versehentlich „abgehängt“ habe. Ich habe die Blogsoftware gewechselt und – schlechter Stil, ich weiß – keine Umleitung auf die neue Adresse eingerichtet. Bleibt die Frage, ob Du viel versäumt hast. Ich denke nicht. Das ganze Ding ist noch nicht ausgereift: es sieht nicht aus, wie ich es möchte, es hat nur einen Teil der Funktionen, die ich mir wünsche, und über die Inhalte verwirre ich mich immer wieder selbst.

Aussehen und Funktionen könnte ich vermutlich fixen, wenn ich denn bereit wäre, den Aufwand zu treiben. Aber ich werde schon müde, wenn ich nur dran denke, würde sofort lieber an den Inhalten arbeiten und lasse im Anschluss an diesen Gedanken bevorzugt die Arbeit an beidem. Helfen könnte in einer solchen Situation  eine Prise der Verspieltheit und Leckt-mich-Attitude früherer Jahre. Hier mal eine Farbe wechseln, da mal eine Schriftart, und wenn es nicht passt, passt es nicht und bleibt trotzdem so. Und irgendwann kommt es schon hin.

Während es für Aussehen und Funktion also durchaus Hoffnung gibt, bleibt die Verwirrung über die Inhalte konstant. Wobei all die Konfusion auf die verschiedenen Blickwinkel zurückführen ist, von denen aus gesehen man auf diese eine Frage antworten kann: „Wieviel will ich von mir preisgeben?“.

Unter Datenschutzaspekten gesehen am liebsten gar nichts. Der große Bruder drängt zur politische Vorsicht (Und gib niemals deine größte Angst preis!). Der kleine Bruder Werbung soll nicht angefüttert werden (Und gib niemals deine wirklichen Daten an!). Manchmal ist es eng im Konsens-Korridor. Gefallsucht und Ehrlichkeit ringen um die Dominanz über den Wunsch nach Vollständigkeit (nebenbei: dessen Alles-oder-Nichts-Mentalität wirft ganz eigene Probleme auf). Dem inneren Zwerg ist nichts gut genug, neben ihm sieht jede noch so notwendige Größenphantasie mickrig aus. Reales und eingebildetes Unvermögen verbünden sich im Wunsch, nicht preisgegeben zu werden. Der Wunsch nach Vollständigkeit meldet sich von der Meta-Meta-Ebene (Schreiben über das Über-das-Bloggen-schreiben) und mäkelt, die Liste der bedenkenswerten Standpunkte sei weder vollständig noch semantisch sauber von selbstreflexiver Hobbypsychologie abgegrenzt …

Genug, ich hoffe, Du verstehst.

(…)