WMDEDGT November 2023

Ein Monat mit sehr gemischten Ergebnissen, der im Verlauf immer mehr an Schwung verlor und in der zweiten Hälfte fast zum Stillstand kam. Oder so. Das Wintertief ist unabweisbar da, interessanterweise gemeinsam mit dem Winter. Es war ja noch lange warm und ich konnte, wenn auch immer seltener, draußen an der Fensterfront arbeiten. Als es in der zweiten Monatshälfte erstmals wirklich kalt wurde, musste ich die Illusion aufgeben, dass ich einfach so den Winter durcharbeiten könnte. Wenn Ihr jetzt denkt, dass das doch vorherzusehen war, ja, war es. Aber aus unerklärlichen Gründen nicht für mich. Es ist, besser: war, als ob ich nie zuvor einen (nichtmal so sehr) kalten Winter erlebt hätte.

Andererseits bin ich gerade dabei, mich in den Winter einzugewöhnen und die Fahrradtouren nach Gießen oder zum Discounter als belebend zu empfinden, gerade auch wegen der Kälte. Es gibt also noch Hoffnung.

Sage ich jetzt. Und das muss betont werden, weil ich an mir in den letzten Wochen eine „Gefühlsvertiefung“ festgestellt habe. Wenn es mir gerade gut geht, bin ich unangemessen hoffnungsvoll, dass das so bleibt. Geht es mir schlecht bin ich sehr verzweifelt, bis hin zum Gedanken, mir mal wieder Medis verschreiben zu lassen.

Wie gesagt, gerade geht es mir gut und der Gedanke kommt mir albern vor. Ich halte es für möglich, das gerade die schwierige letzte Woche des Monats ausgelöst wurde durch das Schreiben des düsteren Jahresrückblicks. Und dass sich diese Aktualisierung depressiven Gedankenguts jetzt erstmal wieder in den Hintergrund verdrückt. Schön wär’s.

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WMDEDGT Oktober 2023

Drei Tage vor Monatsende beginne ich meistens, den Monatsüberblick zu schreiben. Das ist diesmal etwas schwieriger, es fehlen dem Monat die Höhen und Tiefen. Zumindest hier und jetzt, denn das Wenige, das es gab, ist schon verbloggt. Vielleicht ist dies die Besonderheit des Monats, es gab mehr und längere Blogbeiträge als in den Vormonaten.

Die Gesammelten Trivialitäten, ein Beispiel typischen Tagebuchbloggens, zeigen sehr gut, dass ich meistens etwas schreiben kann, wenn ich nur damit beginne. Auch tonal gefalle ich mir in solchen Tagebuchtexten am besten. Im Moment überlege ich vorsichtig, auch im nächsten Monat eine Woche am Stück durchzubloggen.

Ich stehe dieser gesteigerten Produktivität ambivalent gegenüber, einerseits bin ich mit den Ergebnissen zufrieden, sie sind in der Regel ungefähr das, was ich erwarte. Andererseits gibt es sie nur, weil ich zuviel Zeit habe, die ich gerne vor dem PC verbringe. Und dabei eigentlich immer denke, dass ich diese Zeit besser mit Menschen verbringen sollte. Ersatzweise schreibe ich dann Texte für sie. Das ist besser als nichts. Aber es ist eben auch ein Anzeichen für den winterlichen Rückzug ins eigene Gehäus und Gemüt.

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WMDEDGT – September 2023

Mein Monat begann mit Fieber, das ich zuerst für einen der regelmäßig in weiten Abständen auftretenden Fieberschübe hielt, die – so die Geschichte, die ich mir dazu selbst erzähle – mir kurz das Immunsystem runderneuern und dafür sorgen, dass ich in den Zeiten dazwischen meist gesund bleibe. Diesmal kam der Schub atypisch kurz daher und war dann vermutlich doch etwas anderes. Mir fällt als erstes Corona ein, auch wenn ich nicht weiß, wieso das plausibler sein sollte, als irgendetwas anderes aus dem uns umgebenden Virenzoo. Vielleicht deshalb, weil mir die Geschichte auch noch mental drei Wochen in den Knochen hing und ich erst in den letzten Tagen des Monats wieder zu einem Aktionslevel finde, wie es zu den ungewöhnlich sommerlichen Temperaturen draußen passt.

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WMDEDGT – August 2023


Ein Monat im Zeichen der Familie. Zuerst eine knappe Woche beim Sohn und dessen Familie in Hamburg, direkt im Anschluss ein zehntägiger Besuch der Tochter bei mir. Zunächst alleine, später kam auch ihr Freund dazu. Beide Besuche waren sehr schön, wenn auch mit mit jeweils eigenen Schwerpunkten. In Hamburg lies sich mit dem mittlerweile zweienhalbjährigen Enkel die Zeit gut verbringen und auch die erwachseneren Themen bekamen gelegentlich Raum. Während des Besuchs der Tochter wurden diese Themen dann vertieft, krankheits- und lebensalterbedingt ging es immer mal wieder um sterben und erben, in Hamburg und auch hier. Auf administrativer Ebene sollte das meiste nun besprochen sein und mein Eindruck ist, dass das Reden sehr hilft, die Schwere aus dem schwierigen Thema zu nehmen. Mir zumindest geht es gerade gut damit.

Auf Wunsch der Tochter haben wir ihre Oma – im Rahmen dieses Blogs bekannt als „meine Mutter“ – im Pflegeheim besucht und auch damit bin ich im nachhinein sehr zufrieden. Alleine hätte ich es nicht getan, zu zweit war es leicht und gelegentlich sogar heiter. Demenz kann lustig sein, wenn man sie lässt. Wichtiger aber, das Heim macht einen guten Eindruck, es scheint ihr dort gut zu gehen. Ihr Doppelzimmer ist gepflegt, hell und geräumig mit Blick ins Grüne. Auf den Korridoren wuseln PflegerInnen und Gepflegte durcheinander, gelegentlich wirkt es mehr wie ein Kindergarten. Es ist leicht, sie dort zu lassen; sie hat, was sie braucht.

Die Einführungstexte für die Monatsberichte beginne ich meist schon ein paar Tage vor Monatsende. Dass das so ist, erweist sich diesen Monat als sehr hilfreich, da ich die letzten Tage des Monat die meiste Zeit fiebrig im Bett liege. Ich muss kaum etwas hinzufügen und kann nach dem Herauslöschen meiner Termine (die auch in diesem immer offenen Tab verwalte) direkt veröffentlichen.

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Einen Tag später bin ich fit genug, auch das bis dahin vernachlässigte Beitragsbild zu bedenken. Menschen aus Helens Linie, auf Bildern, die ich gemeinsam mit unseren Kindern angeschaut habe während der Besuche. Denn natürlich waren die Besuche auch eine gemeinsame leichtere Weise der Trauer, eine Rückschau auf Helen.

Wer es genauer wissen will, darf hier WMDEDGT – August 2023 weiterlesen

WMDEDGT – Juli 2023

Der Überbegriff dieses Monats dürfte Rückblick sein. Neben dem, was ich immer tue, beschäftige ich mich mit alten Fotografien, Texten, Briefen oder Blogbeiträgen. Ich möchte ordnen und bewahren, wie unvollkommen auch immer das gelingen mag. Ein Ergebnis dieser Motivation ist die Integration der Beiträge meines ersten Blogs, dem Buddha-Blog, in diesen hier. Ein überwiegend dokumentarisches Unterfangen, qualitativ wird nichts hinzugefügt, die interessantesten Artikel habe ich schon vor Jahren übernommen, allerdings nicht eigens gekennzeichnet.

Noch weiter zurück, fast dreißig Jahre, liegt die Text- und Fotodokumentation einer Clownsnummer von mir und H., ja, wir waren tolle HechtInnen.

Und noch, noch weiter zurück reichen die Fotoalben und -boxen meiner Eltern, die nun bei mir herumliegen und sortiert werden wollen. Die wirklich alten Fotokarten sollten beschriftet werden, schon jetzt kann ich manche Menschen nur deshalb zuordnen, weil ich vor Jahren mit meiner Mutter anhand der Fotos einen Stammbaum gezeichnet habe.

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Zu den vielen Dingen, die im Alltag getan werden wollen und hier nicht explixit aufgezählt werden, gehört nun ein neues: Sonntag abends oder aufgeschobenerweise Montag morgens mir die Medikamente für die Folgewoche stellen. Die schicke Box im Regenbogendesign lag mehrere Monate im Warenkorb, vordergründig um die Versandkosten-frei-Summe zusammen zu bekommen.

Warum nochmal muss das aufgeschrieben werden? Weil der ganze Vorgang – Medikamente stellen, Medikamente nehmen, ja sogar alle drei Monate Medikamente sich verschreiben lassen – mir zuwider ist. Ich hadere.

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In der letzten Dekade geht der Fokus unerwartet auf das Geocaching. Schon mehrfach davon gehört, niemals dafür interessiert, und plötzlich laufe ich in Stadt und Land herum auf der Suche nach versteckten Irgendwasen. Und habe Spass dabei. Es scheint, als hätte ich überraschend eine Möglichkeit gefunden, mir ab und zu ein Erfolgserlebnis zu holen. Schön, das.

Ihr kennt es: hier WMDEDGT – Juli 2023 weiterlesen