Ein Monat mit sehr gemischten Ergebnissen, der im Verlauf immer mehr an Schwung verlor und in der zweiten Hälfte fast zum Stillstand kam. Oder so. Das Wintertief ist unabweisbar da, interessanterweise gemeinsam mit dem Winter. Es war ja noch lange warm und ich konnte, wenn auch immer seltener, draußen an der Fensterfront arbeiten. Als es in der zweiten Monatshälfte erstmals wirklich kalt wurde, musste ich die Illusion aufgeben, dass ich einfach so den Winter durcharbeiten könnte. Wenn Ihr jetzt denkt, dass das doch vorherzusehen war, ja, war es. Aber aus unerklärlichen Gründen nicht für mich. Es ist, besser: war, als ob ich nie zuvor einen (nichtmal so sehr) kalten Winter erlebt hätte.
Andererseits bin ich gerade dabei, mich in den Winter einzugewöhnen und die Fahrradtouren nach Gießen oder zum Discounter als belebend zu empfinden, gerade auch wegen der Kälte. Es gibt also noch Hoffnung.
Sage ich jetzt. Und das muss betont werden, weil ich an mir in den letzten Wochen eine „Gefühlsvertiefung“ festgestellt habe. Wenn es mir gerade gut geht, bin ich unangemessen hoffnungsvoll, dass das so bleibt. Geht es mir schlecht bin ich sehr verzweifelt, bis hin zum Gedanken, mir mal wieder Medis verschreiben zu lassen.
Wie gesagt, gerade geht es mir gut und der Gedanke kommt mir albern vor. Ich halte es für möglich, das gerade die schwierige letzte Woche des Monats ausgelöst wurde durch das Schreiben des düsteren Jahresrückblicks. Und dass sich diese Aktualisierung depressiven Gedankenguts jetzt erstmal wieder in den Hintergrund verdrückt. Schön wär’s.
Ansonsten wie immer, für die Details hier WMDEDGT November 2023 weiterlesen


Mein Monat begann mit Fieber, das ich zuerst für einen der regelmäßig in weiten Abständen auftretenden Fieberschübe hielt, die – so die Geschichte, die ich mir dazu selbst erzähle – mir kurz das Immunsystem runderneuern und dafür sorgen, dass ich in den Zeiten dazwischen meist gesund bleibe. Diesmal kam der Schub atypisch kurz daher und war dann vermutlich doch etwas anderes. Mir fällt als erstes Corona ein, auch wenn ich nicht weiß, wieso das plausibler sein sollte, als irgendetwas anderes aus dem uns umgebenden Virenzoo. Vielleicht deshalb, weil mir die Geschichte auch noch mental drei Wochen in den Knochen hing und ich erst in den letzten Tagen des Monats wieder zu einem Aktionslevel finde, wie es zu den 
