
Ein Monat im Zeichen der Familie. Zuerst eine knappe Woche beim Sohn und dessen Familie in Hamburg, direkt im Anschluss ein zehntägiger Besuch der Tochter bei mir. Zunächst alleine, später kam auch ihr Freund dazu. Beide Besuche waren sehr schön, wenn auch mit mit jeweils eigenen Schwerpunkten. In Hamburg lies sich mit dem mittlerweile zweienhalbjährigen Enkel die Zeit gut verbringen und auch die erwachseneren Themen bekamen gelegentlich Raum. Während des Besuchs der Tochter wurden diese Themen dann vertieft, krankheits- und lebensalterbedingt ging es immer mal wieder um sterben und erben, in Hamburg und auch hier. Auf administrativer Ebene sollte das meiste nun besprochen sein und mein Eindruck ist, dass das Reden sehr hilft, die Schwere aus dem schwierigen Thema zu nehmen. Mir zumindest geht es gerade gut damit.
Auf Wunsch der Tochter haben wir ihre Oma – im Rahmen dieses Blogs bekannt als „meine Mutter“ – im Pflegeheim besucht und auch damit bin ich im nachhinein sehr zufrieden. Alleine hätte ich es nicht getan, zu zweit war es leicht und gelegentlich sogar heiter. Demenz kann lustig sein, wenn man sie lässt. Wichtiger aber, das Heim macht einen guten Eindruck, es scheint ihr dort gut zu gehen. Ihr Doppelzimmer ist gepflegt, hell und geräumig mit Blick ins Grüne. Auf den Korridoren wuseln PflegerInnen und Gepflegte durcheinander, gelegentlich wirkt es mehr wie ein Kindergarten. Es ist leicht, sie dort zu lassen; sie hat, was sie braucht.
Die Einführungstexte für die Monatsberichte beginne ich meist schon ein paar Tage vor Monatsende. Dass das so ist, erweist sich diesen Monat als sehr hilfreich, da ich die letzten Tage des Monat die meiste Zeit fiebrig im Bett liege. Ich muss kaum etwas hinzufügen und kann nach dem Herauslöschen meiner Termine (die auch in diesem immer offenen Tab verwalte) direkt veröffentlichen.
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Einen Tag später bin ich fit genug, auch das bis dahin vernachlässigte Beitragsbild zu bedenken. Menschen aus Helens Linie, auf Bildern, die ich gemeinsam mit unseren Kindern angeschaut habe während der Besuche. Denn natürlich waren die Besuche auch eine gemeinsame leichtere Weise der Trauer, eine Rückschau auf Helen.
Wer es genauer wissen will, darf hier WMDEDGT – August 2023 weiterlesen


Endlich ist Sommer. Und das Sommergefühl hat sich auch eingestellt, zwei Monate später als letztes Jahr, da war es früh, das Sommergefühl. Die Tage tragen den Wunsch in sich, etwas mit ihnen anzufangen. Es lohnt dazusitzen und abzuwarten, was sich an Aktivität anbietet (ihr wisst schon, „vom Baum fällt“). Und irgendwas ist immer, jetzt mal von der positiven Seite her besehen.
Mit der Aufzeichnung dieses Monats beginnt das zweite Jahr dieses Formats. Letztes Jahr im April ging es los mit den täglichen kurzen Notizen zum Tag. Noch immer bin ich gelegentlich überrascht, wie sehr der subjektiv gefühlte Zeitraum ab einem Ereignis von der real vergangenen Zeit abweichen kann.