Heute der „Check up“ durch die Hausärztin. Bei dem nicht mehr herauskam als ich ohnehin schon wusste, ich bin so gesund, wie es bei der Vorgeschichte nur möglich ist. Alle Werte okay, beweglich genug, mit dem Stetoskop hört sich alles zu Hörende gut an. Wir sind zufrieden, die Hausärztin und ich.
Ganz ähnlich vor wenigen Wochen schon die Krebsnachsorge, auch dort alles im grünen Bereich. Wobei sich Prostata und Blase doch deutlich anders verhalten, als das in jungen Jahren der Fall war. Mein Urologe hält es für eine gute Nachricht, dass ab jetzt keine der beklagten Beschwerden schlimmer werden wird.
Wie bei Menschen meines Alters üblich, folgt aus einem Arzttermin mindestens ein zweiter, gerne auch mehr. Ich bekomme – „damit Sie dran denken“ – Überweisungen zu Hautarzt und Proktologe für die jeweiligen Vorsorgeuntersuchungen. Darüber hinaus wird meine Tetanusimpfung aufgefrischt und endlich gibt es auch die Impfung gegen Borreliose, die einzige Impfung, von deren Notwendigkeit ich aufgrund der Häufigkeit, mit der ich Zecken an mir finde, überzeugt bin. Und so komme ich mit allerlei gesundheitsbezogenen Arbeitsaufträgen aus dem Check up.
Scheiß gut, unser Gesundheitssystem, immer noch.
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Eine Nacht später: Kaum erwähnt, schon da. Ich habe die erste Zecke an der Wade entfernen müssen.
