Wochenschau (7)

30 Jahre Volkszählungsurteil

Nach Eingang mehrerer Verfassungsbeschwerden wurde der Antrag zweier Anwältinnen Maja Stadler-Euler und Gisela Wild angenommen und die Durchführung in der vorgesehenen Form am 13. April 1983 mit einer einstweiligen Anordnung vom Bundesverfassungsgericht gestoppt. Das endgültige Urteil wurde am 15. Dezember des Jahres verkündet. Es etabliert das „Recht auf informationelle Selbstbestimmung“ als abgeleitetes Grundrecht, das aus der Menschenwürde und dem Recht auf  Unverletzlichkeit der Wohnung und dem Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnis entspringt.
https://netzpolitik.org/2013/alles-gute-zum-30-geburtstag-des-volkszaehlungsurteils/

Cyborgs e.V, Enno Park beschreibt die Fragestellungen, mit denen sich der neu gegründete Verein beschäftigen wird.

Wie ich zum Cyborg wurde

[…] Über 20 Jahre, nachdem ich bis auf Reste mein Gehör verlor, ließ ich mir Cochlea-Implantate einpflanzen. […] Nach einigen Monaten der Eingewöhnung erziele ich in Sprachverständnistests wieder 100% – zumindest im Labor. Abgesehen davon, dass die Operation drei Stunden pro Seite dauert, ist das no big deal. […]

[Aber] zum Cyborg-Sein reicht es nicht, irgendwo ein wenig Elektronik in den Körper zu stopfen. Die Technologie soll die Fähigkeiten und Sinne des Menschen erweitern. Da kratze ich mit dem großen Zeh an der roten Linie zum Cyborg. Einerseits ist mein Gehör alles andere als perfekt, zumindest verglichen mit dem natürlichen. Andererseits habe ich durchaus ein paar Fähigkeiten, die andere Menschen nicht haben: […]
http://www.carta.info/68129/wie-ich-zum-cyborg-wurde/

Und wer jetzt glaubt, das betrifft ihn nicht, geht einfach mal einen Link weiter und stellt sich vor, er bekommt einen Herzschrittmacher. Mit wenig Aufwand „gespritzt“, und in der EKG-Variante mit Smartphone-App zur Überwachung. Schon bist Du ein Cyborg und kannst dich sorgen, wer – außer dir – dein Handy hackt.

Medtronic hat außerdem einen winzigen Elektrokardiographen entwickelt, der etwa den Herzschlag von Patienten mit Herzrhythmusstörungen überwacht. […] Die Ärzte injizieren das winzige Gerät mit Hilfe einer Art Spritze [ins Herz]. Langfristig sollen die Messdaten auch auf einem Smartphone abrufbar sein, sagt  […].
http://www.heise.de/tr/artikel/Herzschrittmacher-ohne-Chirurgie-2066089.html

Und noch ein „Magazin“ zum Thema. Wie Magazine halt so sind: bunt, meistens gut aufgemacht, dabei keineswegs trennscharf und definitionsgenau. Trotzdem interessant bis unterhaltend.

EGO ist ein Magazin über Selbstoptimierung. Der Drang, aus dem Leben das Beste machen zu wollen, ist nicht neu. Die Gefahr, zu übertreiben, war noch nie so groß wie heute. Die Möglichkeiten sind schier grenzenlos. Aber ist das Mögliche auch wünschenswert?

Das Cyborg-Web-Dossier ist ein Projekt der Lehrredaktion 51B der Deutschen Journalistenschule
http://dossier-cyb.org/#home

 

Georg Schramm hört auf, schade!

„Ach, hören Sie doch auf mit dem albernen Händchenpatschen.“
http://www.magda.de/76/artikel/der-zornige-wortarbeiter/

 

Zum Betrieb von Kaminöfen wird zukünftig eine Beratung über den Umgang damit verpflichtend. Und die Schornsteinfeger prüfen vor Ort Lagerung und Feuchtigkeit des Holzes. Ehrlich!

Für Bestandsöfen gilt, dass bis Ende des Jahres alle Feuerstätten besichtigt und eingestuft werden. Je nachdem wie die Einstufung ausfällt, müssen dann Kamin- und Kachelöfen der Baujahre 1950-1974 bis Ende 2014 ausgetauscht oder nachgerüstet werden. Neuere Feuerstellen haben längere Fristen (Baujahr bis 1984: Umrüstung bis 2017, Bj. bis 1994: 2020, Bj. 1995-2010: 2024). Ausgenommen von der Regelung sind nur „historische Feuerstätten“ von vor 1950 und solche, die vor Ort gemauert wurden.
http://www.heise.de/tp/blogs/2/155527

 

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Datum: Samstag, 21. Dezember 2013 12:43
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