Die frühen Jahre

An dieser Stelle möchte ich meine persönliche Wohngeschichte mit ein paar Bildern illustrieren. Diese Geschichte beginnt in einem Frankfurter Wohnort in einer Wohnanlage, den „Blöcken“. Die Gegend zählte nicht eindeutig zu den guten oder den schlechten, hier lebten Arbeiter und kleine Angestellte. Der Lebensmittelladen und der Metzger waren „über die Straße“, und die war so wenig befahren, dass ich auch als fünfjähriger mal alleine zum Metzger geschickt wurde.

Diw Blöcke
Das Bild hat gleich zu zwei Wohnungen bezug, in denen ich gewohnt habe. Zunächst zeigt es ein Fenster der Wohnung, in der ich aufgewachsen bin (am linken Bildrand, Paterre). In dieser Wohnung hatte ich ab dem elften Lebensjahr behelfsmässig die Mansarde der für vier Personen viel zu kleinen Zweizimmerwohnung bewohnt. Diese Mansarde war fünf (!) Quadratmeter groß, was vor und neben dem Bett gerade 50 cm zum Laufen lies. Trotz der Enge war ich nicht unzufrieden mit der Lösung, erlaubte sie mir doch, mich wann immer ich das wollte zurück zu ziehen.

Jugendzimmer

Als ich fünfzehn war zogen meine Eltern in eine größere Wohnung im gleichen Block, aus deren Fenster das obige Foto aufgenommen wurde. Hier hatte ich mein erstes eigenes Zimmer, das den Namen auch verdiente. Auf dem Bild ist am oberen Rand eine handgefertigte Hausapotheke zu sehen, die einer meiner Vorfahren gebaut hat und die ihr auf späteren Bildern nochmals finden werdet. Sie begleitet mich bis heute.

Nachgetreten

(veröffentlicht am 24.1.2010, später hier einsortiert)

In einem der vielen Best-of-Twitter-2009-Beiträge von Anfang des Jahres habe ich folgenden Tweet gefunden:

@luzilla: wenn ich mich mal so richtig schlecht, unfähig, ausgeschlossen und gedemütigt fühle, nenn ich das ‘meine inneren bundesjugendspiele’.

Mich hat das an eine Bundesjugendspiel-Story aus meiner Schulzeit erinnert.  Sie lässt sich in einem Satz erzählen:

In meinem neunten Schuljahr hat mein damaliger Klassenlehrer die pädagogische Großtat vollbracht, mir vor der ganzen Klasse – und sehr zu deren Vergnügen – die Minuspunkte auszurechnen, die ich mir bei den Bundesjugendspielen verdient hätte, wenn die Punktestaffelung unterhalb der Mindestleistung analog zu der oberhalb wäre.

3 Anmerkungen

  1. Das war sehr, sehr lustig. Für die anderen.
  2. Der Klassenlehrer hieß Mädler.
  3. Ich wünschte, Herr Mädler wäre nicht tot, hätte ein E-Mail-Konto und ich könnte ihm den Link zu diesem Beitrag senden.

Die heilige Familie

1956-11-16-newbie

„Meine Eltern hatten immer viel Freude an mir“, schreibt mein Papa zu diesem Bild in meinem Kinderbilder-Album. Da wusste er noch nichts von Pubertät, Drogen und lauter Musik.

Dieses Bild möchte ich gerne zu einem Datum rund um seine Entstehung veröffentlichen, WordPress lässt das im Moment leider nicht zu. Und schon geht die Sucherei los.

Update (13.3.2015): Damals blieb die Sucherei ergebnislos. Aber etliche WordPress-Versionen später funktioniert das gut.