Aufgabenbereich? Geschützt? Was soll das denn?

Findet fünf Unterschiede zwischen den Bildern. Nur um Euch die Wartezeit zu verkürzen bis der unter dieser Überschrift geplante Blogbeitrag erscheint.

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Monate später (11.7.2011).
Es gibt diesen Text, ich schwör´s. Irgendwo in den Tiefen meines Computers. Ich habe ihn geschrieben und zur Korrektur abgelegt. Und vergessen. Und erinnert, heute. Und gesucht. Mehrfach.

Weg ist er. Vielleicht wurde die Platte heiß und er ist verdampft. Auch Undichtigkeit könnte eine Rolle spielen, einfach rausgetropft aus der Platte. Erst vor Kurzem habe ich eine Undichtigkeit in der Wasserzuleitung meiner Spüle entdeckt, ein Phänomen, das ich für ähnlich unwahrscheinlich gehalten hätte. Und dann habe ich irgendwo gelesen, dass die App für das Interdimensionsportal in selten Fällen Dateien in den 7-dimensionalen Raum portiert, was in allen nicht-7-dimensionalen Räumen dann so aussieht, als seien sie schlicht nicht vorhanden. Egal, auch scheinbar weg ist weg.

Deswegen gibt es an dieser Stelle nur eine stark verkürzte Erklärung für die geschützten Aufgabenbereiche. In den Aufgabenbereichen gab es Aufgaben (der Name deutet darauf hin), die speziell für den Lieblingsmenschen während der Rauchentwöhnung konzipiert waren. Da ein Teil dieser Aufgaben persönlicher Natur waren, hielten wir einen Passwortschutz für angemessen.

Als Beispiel für eine weniger persönliche Aufgabenstellung kann das obige Suchbild dienen. Die meisten Aufgaben dienten schlichtweg dem Zeitvertreib und der Solidaritätsbekundung. Soweit es also alle anderen Leser dieses Blogs betrifft: laaaangweilig!

Das “ laaaangweilig “ müsst ihr mir jetzt einfach mal glauben, auch wenn ihr es nicht überprüfen könnt. Zum Beweis, dass ich „langweilig“ kann, die folgenden Ausführungen. In den Zeitraum, in dem die Aufgaben enden sollten, fiel die Umstellung des WordPress-Editors und die Anschaffung eines neuen Computers. Beides hatte großen Einfluß auf die Aufgaben. Der neue PC brachte einen Motivationsschub in Bezug auf die Nutzung längst vergessener Programme oder Fähigkeiten. An etlichen Stellen dauerten meine Vorhaben dann etwas länger als geplant, aber am Ende war ich ungefähr so gut wie früher.

Womit ich aber seeehr unglücklich war, war dieser fucking Editor. Man sieht es den Texten nicht an, aber gelegentlich formatiere ich Text oder Bilder in der HTML-Ansicht um bestimmte Effekte zu erzielen. Der neue Editor lässt das nur noch eingeschränkt zu und bei meinen Versuchen, es dennoch zu tun habe ich zumindest einmal eine größere Menge Text verloren (Scheiß 7-dimensionaler Raum). Und nur wegen diesem Scheiß-Editor gibt es zwei Aufgabenbereiche, obwohl einer es getan hätte. Den Bereich vor und den Bereich nach der Umstellung des Editors.

Und dass ich seit der Editor-Umstellung nichts mehr geschrieben habe, hat vermutlich mit der Umstellung nichts zu tun, vielleicht aber doch. Mir wird da etwas aufgezwungen, was ich eigentlich nicht will. Es gelingt mir nicht, einen Fortschritt darin zu sehen, nun weniger Möglichkeiten zu haben, eigene Vorstellungen umzusetzen. Stattdessen kann ich nun mit weniger Möglichkeiten anstrengslos uniform-formatierte Texte schreiben, die sich garantiert problemlos auch auf dem Schlau-Fon lesen lassen. Was mir aber nur halb so wichtig ist.

Apropos wichtig, wichtig war für heute nur eines, diesen Text abzuschließen. Was hiermit so lala getan sei.


Kontext Wertmarke und Sammelheft


Ich hatte Euch Kontext zu dieser Sache mit dem Wertmarkensammelheft versprochen. Letztlich geht es um Motivation oder Belohnung. Der Winter hat mich in seinen depressiven Fängen, Zweifel an meinem Lebenstil und den Metaphern, die ich verwende – depressive Fänge, mal ehrlich – drängen sich erst auf und dann nach Veränderung. Ich komme regelmäßig an diesen Punkt, eigentlich jeden Winter, dass ich nicht nur wenig tue, sondern zu wenig. Denn gefühlt ist spülen eh egal, oder aufräumen oder Haare kämmen. Andererseits sehe ich durchaus die Notwendigkeit. Wenn es mir nur gelänge, mich zu motivieren ….

Und regelmäßig denke ich an dieser Stelle, dass mit meinem inneren Belohnungssystem was nicht stimmt. Stimmt bestimmt auch so. Also, denke ich, könnte ich doch behelfsweise ein äußeres Belohnungssystem schaffen, dass dem Affen Zucker gibt, wenn er spült oder einen Blogbeitrag schreibt. Aber solange der Zucker, mit dem ich mich belohne, mein eigener ist, funktioniert das nicht. Mein Innen merkt regelmäßig, wenn ein Teil sich abspaltet um mal eben so zu tun, als sei er außen. Da ist kein Geschäft zu machen, ich habe den Zucker schon, ich muss ihn mir nicht mehr verdienen. Wenn ich Zucker will nehme ich ihn mir.

Aber auch um die wirklichen äußeren Belohnungen ist es schlecht bestellt. Äußere Belohnungen sind meistens Geld oder Anerkennung, fallen bei mir aber mangels Arbeit und Freunden aus. Keine Arme, keine Kekse. Weder der Spruch noch die bittere Wahrheit, die er versucht auszudrücken, sind lustig. Das Geschirr bleibt ungespült und die Zeit, die ich spare, verbringe ich damit, nicht aufzuräumen.

Soweit es mich selbst betrifft, bleibt alles bisher Gesagte also ohne jedes Ergebnis. Der Winter bleibt düster und ich unbelohnt-depressiv. Andererseits ist die Depression nur so mittelschwer und manchmal geht noch was. Zum Beispiel für andere das zu sein, was man selbst bräuchte, in diesem Fall ein äußeres Belohnungssystem.

Denn darum handelt es sich bei dem Wertmarkenheft, es ist ein äußeres Belohnungssystem. Der Lieblingsmensch gewöhnt sich das Rauchen ab und für jeden rauchfreien Tag gibt es eine Wertmarke. Damit eine Wertmarke irgendeinen Sinn ergibt muss sie etwas wert sein, in unserem Fall 10.000 Moudubi. Das muss so sein, damit am Ende nach einhundert Tagen auch wirklich eine Million herauskommt und weil ein Lakh eben 10.000 sind …

Tage später (17.12.18). Ein Lakh sind 100.000. Durch Wikipedia bestätigt (https://de.wikipedia.org/wiki/Lakh). Aus unbekannten Gründen kam an dieser Stelle im Text die Gewissheit ins Schwanken und ich habe nachgeschaut. Es ist so, ich habe mich zweifelsfrei – aber falsch – erinnert.

Und auf dieser falschen Erinnerung aufgebaut, rechnerisch und im Design der Marke. Die Erkenntnis traf mich hart. Die Vergeblichkeit der Welt gepaart mit einem angestoßenem Zeh ist dagegen vernachlässigbar.

Tags drauf die Erholung und …, also das Lakh musste weg, auf der Marke, der Schriftzug. So nämlich:

Ich bin nicht hundertprozentig zufrieden, dennoch eine gültige Fehlerkorrektur. Und was die schon eingeklebten Marken betrifft, werde ich Korrekturmarken ausgeben. So etwa:

Monate später (16.4.2019) komme ich endlich dazu, diesen Eintrag abzuschließen. Korrekturmarken wurden über bereits eingeklebte Marken geklebt, neue Marken ausgegeben und von da ab ging alles den geplanten Weg. Heute ist das Sammelheft voll und steht als Erinnerungsstück für die ersten hundert rauchfreien Tage nach mehr als 25 Jahren Nikotinsucht.

Und weil ich´s fast vergessen hätte, wert waren die Marken natürlich auch etwas. Sonst hätten sie ja nicht so heißen müssen und mit der Motivation wäre es bestimmt auch nur halb so gut gewesen. Nun ist ein Moudubi jenseits jeder Benennbarkeit in Euro, weswegen ihr an dieser Stelle Euren ureigensten Spekulationen überlassen bleibt, wieviel mir an dieser Stelle ein rauchfreier Lieblingsmensch wert war.

Und nur an dieser Stelle, denn natürlich gab es noch mehr …

Die Wertmarke

Der Entwurf der Wertmarke für das Wertmarkensammelheft ist fertig. Wie immer viel später als geplant.

Bild der Marke

Update vom gleichen Abend, aber deutlich später (11.12.2018): Die Marken sind fertig, allerdings musste ich ein helleres Grün nehmen, als oben abgebildet. Wie gewollt auf Spuckiepapier ausgedruckt, das vorgestern endlich ankam.

Demnächst dann mehr Kontext.